Das mit der Fitness und der Wampe

Gut, dick bin ich nicht. Auch nicht füllig, mollig oder untersetzt. Aber fit? Davon kann nun wirklich nicht die Rede sein. Ernährung und Sport lassen häufig zu wünschen übrig – wenn sie überhaupt da und einen Wunsch wert sind. Zwar versuche ich seit einiger Zeit mehr auf die Ernährung zu achten und unter anderem nach dem „Slow Carb“-Prinzip zu essen, aber viel zu oft scheitert es an Disziplin. Glücklicherweise bin ich nicht dem Fastfood verfallen, koche auch sehr gerne und probiere neue (gesunde) Dinge aus. Nichtsdestotrotz wird aus dem definierten Fresstag gerne mal Fresswochenende, an dem die Bewegung oft nur aus dem Gang zum Kühlschrank und nach draußen zum Rauchen führt.

Das vor Monaten gekaufte Jawbone UP ist stetiger Begleiter am Handgelenk und erinnert mich jeden Abend daran, dass ich die angesetzten 10.000 Schritte pro Tag wieder einmal nicht erreicht habe – und das obwohl ich mittlerweile mindestens eine Haltestelle früher aussteige um den Weg zu Fuß zu meistern. Was Sport generell betrifft, so ist meine Lieblingsdisziplin das Erfinden von Ausreden – bis zu vier schaffe ich pro Tag um Sport zu entgehen. Keine Zeit, das Zwicken im Fuß und überhaupt ist es ja viel zu kalt zum Joggen und in ein Fitnessstudio will ja wirklich niemand. Außer denen, die vielleicht Sport machen wollen. Aufgefallen!

Zu meinem Geburtstag kaufte ich mir einen Smart Body Analyzer von Withings, der nun auch mein Gewicht und mein Körperfett misst und brav in mein iPhone übermittelt. Und auch da werde ich mal wieder daran erinnert, dass nicht mein Gewicht – das nun wirklich nicht! – das Problem ist, sondern viel mehr die gemütliche „Bürojob und Sitzen ist ja eh ziemlich cool“-Wampe. Ich will das ändern und loswerden, ein wenig mehr Brustmuskel und auch etwas mehr Arm wäre schön. Das werde ich schon irgendwie hinbekommen und vorsorglich habe ich die Hanteln für das Heimtraining nun von der einen in die andere, etwas näher am Schlafplatz befindlichen Schublade gelegt. Man weiß ja nie …

 

Christian