Zurück in die Zukunft im UCI

Nächstes Jahr ist es dann nun so weit – wir bekommen Hoverboards, fliegende Autos und pixelige 3D-Haie, die uns von Kinovordächern zu fressen versuchen. Nächstes Jahr ist 2015, der Schauplatz von „Zurück in die Zukunft II“ Immer häufiger kommt in den letzten Jahren der Ruf hoch, die Zukunft und den Film wahr werden zu lassen – etwas übertrieben natürlich. Aber die Begeisterung für den Film ist ungebrochen. Nicht zuletzt bewiesen durch den Erfolg des Hill Valley Projects auf Twitter und der Kooperation mit Lego, von der ich auch profitieren konnte.

Immer wieder kommen Gerüchte auf, dass der Cast sich wieder zusammenschließen würde. Wofür genau, ist nie bekannt. Aber allein die Bilder von Michael J. Fox neben Christopher Lloyd entlocken so manchem ein „Hach“. Das letzte kurze Aufleben eines Revivals war der „Johnny be good“-Auftritt von Fox gemeinsam mit Chris Martin im November 2013 anlässlich einer Benefizveranstaltung von Fox” Parkinson Organisation.

Überraschenderweise kam letzte Woche dann auch noch die Meldung, dass die UCI Kinowelt am 20. Januar 2014 den ersten Teil deutschlandweit in einer Vorstellung zeigen werde. „Zurück in die Zukunft“! Im Kino!! In groß!!! Kann man sich doch nicht wirklich entgehen lassen.

Warum UCI den Film in Zusammenarbeit mit TNT nun noch einmal bringt, 29 Jahre nach dem Erscheinen, ist nicht wirklich schlüssig, lässt sich aber durch den oben genannten Hype erklären – gerade ein Jahr vor dem Jahr des sagenumwobenen Nike-Schuhs. Abzusehen also, dass wir 2015 Teil 2 und 2016 Teil 3 auf großer Leinwand sehen werden. Denn wenn der gestrige Abend eins bewiesen hat, dann ist es die Zeitlosigkeit des Films.

Zugegebenermaßen nicht im größten Saal sammelten sich einige Fans um, nicht zuletzt verwundert über fehlende Werbung und Trailer und den damit verbundenen pünktlichen Beginn, sich zunächst einmal dem merkwürdigen Gefühl ausgesetzt zu sehen, einen wirklich alten Film in Stereo über die Leinwand flimmern zu sehen, der scheinbar nicht mal die grundlegendste digitale Nachbearbeitung erfahren hatte. Doch so schleppend der Beginn zunächst auch war, so zündeten die gewohnten Pointen und Situationen wie gewohnt und zum Ende hin wurden Textpassagen am Fließband zitiert. Spoiler waren ja ausgeschlossen. Ein rundum gelungener Abend, eine tolle Idee und eine gute Vorschau auf das Jahr 2015.

 

Christian